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Moneer gibt nicht auf

Lesbos ist die Zwischenstation von Moneer und seiner Familie. Unser Fotograf traf den 53-jährigen Syrer in seinem Zimmer in einer Unterkunft, die Caritas für die bedürftigsten Flüchtlinge auf Lesbos und in Athen bereithält. Das Gesicht des Syrers ist von den Erlebnissen merklich gezeichnet, aber er gibt nicht auf.

Moneer lebte mit seiner Familie in Deir ez-Zoor, einer der Städte, die am stärksten im syrischen Krieg getroffen wurden. Mit seiner Frau und den vier Kindern kam er vor über einem Monat auf Lesbos an. Ausgangspunkt der lebensgefährlichen Überfahrt war Izmir in der Türkei. Zwei Töchter der Familie sind von Geburt an behindert und auf den Rollstuhl angewiesen. Langsam und mühsam kämpfte sich die Familie durch Syrien von einer Stadt in die nächste, bis sie in der Türkei Zuflucht fanden. Zwei weitere Kinder blieben dort, zwei andere sind in Deutschland. Ein Sohn starb vor einem Jahr in einem Bombenhagel.

Mehr als 10 000 Dollar bezahlte Moneer für die Flucht aus Syrien, die Zwischenstation in der Türkei und die Überfahrt nach Lesbos. Eines der Schlepperboote, für das er bereits bezahlt hatte, ist niemals gekommen.

Moneer will nicht, dass seine Frau und seine Kinder fotografiert werden. Ihre Gesichter sind voller Angst. Er weiss nicht, wie es weitergehen soll. Aber Moneer gibt nicht auf.

Text: Fabrice Boulé, Caritas Schweiz
Bild: Lefteris Partsalis

 

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