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Jung, verletzbar, auf der Flucht

Anfang Oktober lebten in Como etwa 150 minderjährige Geflüchtete. «Priorität hat, sie korrekt unterzubringen und zu betreuen», sagt Roberto Bernasconi, der Direktor von Caritas Como. «Denn sie sind verletzbar. Sie können von heute auf morgen in die Kriminalität oder die Prostitution abgleiten. Diese Menschen verdienen grossen Respekt, denn sie riskieren ihr Leben auf der Suche nach einer besseren Zukunft.»

Im Moment kommen sie an verschiedenen Orten in der Stadt unter, häufig in kirchlichen Einrichtungen. Allein Don Giusto Della Valle, der Priester der Pfarrgemeinde Rebbio, hat mehr als 60 aufgenommen. Aber es braucht mehr passende Unterkünfte mit Vertrauenspersonen, gar Unterkünfte in Familien.

Manche dieser Jugendlichen, dieser Kinder, gehen jeden Tag zum Bahnhof um den Zug nach Chiasso zu nehmen, manche mehrmals pro Tag. Die Schweizer Grenzwächter schicken sie immer wieder zurück. Sie haben Afrika und das Mittelmeer durchquert. Dass sie überlebt haben, ist fast immer ein Wunder. Sie möchten nicht fotografiert werden. Sie haben Angst, dass die Fotos ihnen Probleme bereiten, dass sie anhand der Bilder von Behörden in der Schweiz oder Italien wiedererkannt werden. Sie fürchten, dass ihre Familien erfahren, wie mühsam und schwierig sich alles gestaltet, dabei wollten sie doch ein neues Leben beginnen!

Text: Fabrice Boulé, Caritas Schweiz.
Fotos: Reto Albertalli/phovea.

 

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