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«Ich könnte niemals jemanden töten»

In Serbien trafen wir auf Abdalkarim Zahra. Ein Mann, der gebrochen scheint und keinen Lebensmut mehr hat. Eine kurze Geschichte eines kurzen Lebens.

Abdalkarim Zahra verbrachte zwei Jahre in der Türkei, bevor er nach Serbien kam. Ursprünglich stammt er aus Syrien. Als Assads Armee ihn einziehen wollte, floh er.

«Ich bin desertiert», sagt er. «Ich bin ein sehr sensibler Mensch. Niemals, könnte ich jemanden verletzen, oder gar töten.»

In der Türkei arbeitete Abdalkarim Zahra in einer Schuhwerkstatt. Auf der Suche nach einem besseren Leben machte er die gefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Seine Reise nach Europa führte ihn von der Türkei, über Griechenland, Mazedonien bis nach Serbien. Schlepper nahmen ihm sein letztes Geld, er wurde von Grenzpolizisten geschlagen, kam in mehreren Lagern unter.

«Ich ging so viele Wege, überquerte so viele Flüsse, wanderte über Berge und durch Täler. Ich verlor mein Heim, mein Hab und Gut. Ich verlor buchstäblich alles.»

«Und jetzt bin ich einfach am Ende.»

«Kann ich mich noch als Menschen bezeichnen?», fragt er.

Abdalkarim Zahra ist gerade einmal 26 Jahre alt.

 

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