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Frische Gräber

Seit Januar 2016 versuchten mehr als 150 000 Flüchtlinge, über das Mittelmeer Europa zu erreichen. Immer wieder sinken bei der gefährlichen Überfahrt Boote und ertrinken Menschen. In Lesbos wurde für sie ein neuer Friedhof errichtet.

Im Winter haben täglich etwa 1000 Menschen versucht, mit dem Schlauchboot von der Türkei nach Griechenland zu gelangen. „Zuerst sind die Schlepper freundlich, schließlich bekommen sie von uns viel Geld“, erzählt uns ein Vater. „Sie sagen, dass das Boot nicht zu voll sein wird, dass die Überfahrt sicher ist. Doch wenn der Tag der Überfahrt kommt, du am Strand stehst, sind sie bewaffnet, zwingen dich einzusteigen. Dann gibt es kein Zurück“.

Bei gutem Wetter dauert die Überfahrt zwei bis drei Stunden und kostet etwa 2000 Dollar. Wenn das Wetter schlecht ist, fahren die Ärmsten. Die Überfahrt kostet dann nur 200 Dollar und dauert mitunter fünf Stunden. Tausende sind bereits im Mittelmeer ertrunken. Allein seit Januar 2016 fanden laut dem UNHCR 450 Menschen im Meer den Tod oder gelten als vermisst. Auf der Insel Lesbos wurde für die Toten jetzt ein neuer Friedhof angelegt.

Text: Bettina Riha-Fink, Caritas Österreich, Bild: Ben White, CAFOD  

 

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