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Erster Schultag für Flüchtlingskinder in Griechenland

Am 11. September 2017 begann das neue Schuljahr für die Kinder in Griechenland. Während die Schulklingel für die älteren Kinder ein Zurückkommen und Wiedersehen nach den langen Sommerferien bedeutete, läutete sie für die Erstklässler einen neuen Lebensabschnitt ein. Dieses Jahr sind es in Athens Schulen vor allem die Kinder von Flüchtigen und Migrantinnen und Migranten, für die – zumindest provisorisch – ein neues Abenteuer beginnt.

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Das hält die Menschenrechtserklärung fest. Und gemäss der Genfer Flüchtlingskonvention haben Flüchtlingskinder Anrecht auf die gleiche Behandlung wie die Kindern von Einheimischen. Griechenland steht somit in der Pflicht, die Flüchtlingskinder, die das Land beherbergt, ins Schulsystem zu integrieren – und dieser kommt sie auch nach. Dennoch wurde die Einschulung der Flüchtlingskinder nicht öffentlich angekündigt – zu gross war der Protest von vielen Elternvereinen vor einem Jahr.

Weil viele der Kinder die Sprache schlecht oder gar nicht können, erfolgt der Unterricht zunächst nur in wenigen Fächern. Die Kinder lernen Griechisch und Englisch und besuchen den Mathe- und Kunstunterricht. Viele haben Mühe, dem Unterricht in der neuen Sprache zu folgen, lange ruhig zu sitzen oder sich zu konzentrieren. Während ihrer oft langen Flucht hatten sie kaum geregelte Tagesstrukturen und waren bereits in ihrem jungen Alter mit vielen anderen, schwierigen Problemen konfrontiert.

Um in der Schule dennoch gut voranzukommen, nützen die Kinder rege das Angebot von Caritas Griechenland, der Partnerorganisation von Caritas Schweiz. In einem von den Kindern selbst dekorierten Klassenzimmer erhalten sie Stützunterricht – als Vorbereitung für die reguläre Schule und Hilfe bei der Lösung von Hausaufgaben. Die Sozialarbeiterin Romana K. berichtet: «Unsere Unterstützung trägt bereits erste Früchte. Die Kinder lernen besser, lesen die griechischen Buchstaben fliessend, sitzen länger ruhig und freuen sich über ihren Erfolg». Auch die Eltern schätzen das Angebot, weil sie sehen, wie ihre Kinder an Selbstvertrauen gewinnen und als sprachliche Brücke im Kontakt mit Griechinnen und Griechen dienen konnten. Daher engagieren sich einige von ihnen als freiwillige Helfer – und unterstützen so ihre Kinder und Romana K.

Text: Marijana Rakic, Caritas Schweiz
Bilder: Caritas Griechenland

 

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