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Eine zweite Chance für Krishna

Während andere Kinder in ihrem Alter spielen, mussten Krishna (12) und seine Schwester Renuka (9) sich schon den Schwierigkeiten des Lebens stellen. Trotzdem können sie jetzt wieder zur Schule gehen.

Jeden Morgen haut Krishna Gras für die Rinder, während Renuka für die Familie kocht. Sie stehen früh auf, denn danach gehen sie sie zur Schule.

Das war nicht immer so. Vor zwei Jahren verliess ihre Mutter die Familie, die in einem kleinen Dorf im Distrikt Sindhupalchok lebt, zwei Monate später starb die Grossmutter. Von da an mussten Krishna und Renuka gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Raju (14) den Vater und Grossvater bei der Arbeit auf dem Feld unterstützen.  Die Lage verschlimmerte sich, als das schlimme Erdbeben 2015 ihr Zuhause zerstörte und fast ihr gesamtes Vieh in den Tod riss. Krishna erinnert sich: «Wir waren sehr verzweifelt und glaubten nicht, dass das Leben je wieder so sein würde wie früher. Ich dachte, ich könnte nie wieder zur Schule gehen, was mich sehr traurig machte.» 

Nach dem Erdbeben verliess Krishnas Vater die Familie, um als Tagelöhner zu arbeiten, Bruder Raju fand Arbeit in einem Hotel. Jetzt leben nur noch Krishna, Renuka und ihr Grossvater Bahahdur in ihrer Wellblechhütte. Sie wissen nicht, ob sie je wieder ein normales Haus haben werden. Der Grossvater arbeitet auf den Feldern, so gut er mit 72 Jahren noch kann. Renuka hat drei Monate nach dem Erdbeben mit der Schule begonnen, aber Krishna musste zu Hause bleiben, den Haushalt erledigen und die letzte verbleibende Kuh füttern.

Schreibzeug und eine Schuluniform für Krishna

Nachdem Caritas Schweiz Krishnas früheren Lehrern an der Sarbodaya-Primarschule von Krishnas Schicksal erfuhr, Besuchte die Caritas-Partnerorganisation MANK die Familie.

Indra, die Programmkoordnatorin von MANK, erklärte Krishnas Grossvater, wie wichtig es für Krishna sei, wieder zur Schule zu gehen, und dass er nur mit einem Schulabschluss ein besseres Leben haben könne. Schnell hatte sie Krishnas Grossvater überzeugt, der nur das Beste für den Jungen wollte. Krishna weigerte sich aber, in die Schule zu gehen. Er begann zu weinen und erklärte beschämt, dass er kein Schreibzeug und keine Schuluniform habe. Das MANK-Team besprach die Situation mit dem Schulleiter und Krishna bekam die Erlaubnis, einige Wochen lang ohne Uniform zur Schule zu kommen, bis ihm Caritas Schweiz eine Uniform und eine Schultasche zur Verfügung stellen konnte. Nun gehen Krishna und seine Schwester Renuka täglich zur Schule. Krishna träumt von einer besseren Zukunft. 

 

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