Navigation mit Access Keys

 

«Die Schüler haben uns mit viel Herzlichkeit empfangen»

16 Jugendliche aus dem Jugendzentren Gimel, Aubonne und Etoy im Kanton Waadt nahmen mit ihren Begleitern in Nepal an einem sozialen Lager teil. Im Distrikt Sindhupalchok besuchten sie eine von Caritas wiederaufgebaute Schule. Yvan, einer der Teilnehmer, berichtet über seine Eindrücke.

«Mit zwei Bussen starteten wir um 9h15 in Kathmandu Richtung Melamchi im Distrikt Sindhupalchok.  Schon allein die Fahrt war ein Abenteuer. Die Schlaglöcher und Felsbrocken auf der Fahrbahn stellten nicht nur die Federung der Busse, sondern auch den Mut der Teilnehmer mehr als einmal auf eine harte Probe – kein Vergleich mit den makellos geteerten Pisten, die man sich von zuhause gewohnt war. Doch mit viel Enthusiasmus meisterten wir auch diese Herausforderung und kamen nach einer Reise durch grün wuchernde Natur begeistert im Guesthouse River Side an. Nach Kathmandu erschien uns Melamchi mit seinem Wald, dem Rauschen des Flusses und dem Zirpen der Grillen wie eine andere Welt.

Nirajan von der Organisation Tuki, einem der Partner von Caritas Schweiz beim Wiederaufbau der Schule, die wir besuchen wollten, empfing uns vor Ort. Nach einem kleinen Imbiss überquerten wir die Hängebrücke zu den Bürogebäuden von Tuki. Dort informierte uns Nirajan über die Organisation und ihre Projekte, und wir lernten die Mitarbeitenden kennen.

Um 19 Uhr hatten wir im Guesthouse ein Treffen mit den Koordinatoren von Caritas und Helvetas, die das Schulwiederaufbauprojekt leiten. Wir erfuhren, dass 10‘000 Menschen beim Erdbeben von 2015 ihr Leben verloren und 90 Prozent der Gebäude einstürzt waren.  

Einer der lokalen Mitarbeitenden, der schon einmal in der Schweiz war, erzählte uns, dass ihn das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrpersonen und die Grösse der Klassenzimmer in der Schweiz sehr beeindruckt hätten. Er hätte daraufhin beschlossen, auch in Nepal grössere Klassenräume als dort üblich zu bauen. Am nächsten Morgen stand der Besuch der Schule auf dem Programm. Das Durchqueren des Flusses erforderte zwar eine grosse Portion Mut, aber schliesslich kamen alle wohlbehalten auf der anderen Uferseite an, wo uns die Lehrer und Schüler sehr herzlich begrüssten.

Anschliessend schauten wir einem Volleyballspiel der Schüler zu, um dann selbst gegen die Lehrer anzutreten. Sie waren beeindruckende Gegner. Einige von uns pumpten noch zusätzliche Bälle auf, um mit anderen Schülern zu spielen. Das Abendessen - eine regionale Spezialität – war köstlich und die Tänze, welche die Schüler für uns vor der Abreise in wunderschönen traditionellen Kostümen aufführten, sehr beeindruckend. Noch heute haben wir die Rede des Schuldirektors in den Ohren. Jean-Philippe, der Leiter des Jugendzentrums, rief den Schülern zu: «Be happy students!»  Bevor wir wieder in den Bus stiegen, bekam jeder von uns eine Glückstempelstatue.  

Dieser so herzliche Empfang hat uns alle sehr berührt. Das Projekt hatte viel Einsatz verlangt und wir alle schätzten uns glücklich, die Schule besuchen zu können. Vielen Dank für diese beiden Tage, die wir nie vergessen werden.»

 

Teilen Sie diesen Beitrag

Ersatzinhalte

 
Ersatzinhalt-Startseite-Standard-DE
 
 

Caritas Schweiz
Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern

 

PC 60-7000-4
IBAN CH69 0900 0000 6000 7000 4
Spenden können bei den Steuern in Abzug gebracht werden.

 

Spenden­beratung

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne persönlich. 

MEHR