Navigation mit Access Keys

 

Das Leiden in Aleppo ist noch nicht zu Ende

Suppenküchenteam der Caritas verteilt zusätzlich Notrationen - Mediendienst 12/2016

In Aleppo überschlagen sich die Ereignisse. Der Vormarsch der syrischen Regierung hat innert kürzester Zeit mehrere Zehntausend Menschen zu Vertriebenen gemacht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Suppenküchenprojekts von Caritas Schweiz tun, was sie können.

«Die Kämpfe in Aleppo sind beendet». Das verkündete am Dienstagabend der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin. Seit Ende November waren regierungstreue Truppen in Aleppo auf dem Vormarsch und konnten Schritt für Schritt den von den Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt zurückgewinnen.

Die Rückeroberung bedeutete für die Bevölkerung einen neuen Höhepunkt des Leides. Die Gewalt, der Dauerbeschuss und die katastrophale humanitäre Lage haben allein zwischen dem 24. November und dem 3. Dezember über 30'000 Zivilistinnen und Zivilisten aus Ost-Aleppo zu intern Vertriebenen gemacht. Im Westen der Stadt kamen täglich neue Geflüchtete an.

Nach wie vor sind zehntausende Menschen in Teilen von Ost-Aleppo eingeschlossen. Die Forderung der UNO nach einem Zugang zu diesen Quartieren ist aus Sicht der humanitären Hilfe von höchster Dringlichkeit. Nach dem Ende der Kampfhandlungen soll es den Familien jetzt ermöglicht werden, das Gebiet zu verlassen. Ob und wann es dazu kommt, ist aber immer noch offen.

Belastungsprobe für die Helferinnen und Helfer

Über ihre lokale Partnerorganisation verteilt Caritas Schweiz im Westen Aleppos in ihren Suppenküchen täglich 6300 warme Mahlzeiten an die lokale Bevölkerung und intern Vertriebene. Für die Partnerorganisation waren die vergangenen Tage eine organisatorische, psychische und körperliche Belastungsprobe. Zwischen in unmittelbarer Nähe einschlagenden Geschossen und ständig neuen Schreckensmeldungen von Toten und Verletzten leisten unsere Partner so viel Hilfe wie möglich. Vorgestern Montag mussten die Aktivitäten für einen Tag unterbrochen werden. Zu gross waren die Risiken.

Die Anzahl der geflüchteten Neuankömmlinge aus Ost-Aleppo stellt die Hilfsleistungen vor Ort vor zusätzliche Herausforderungen. Ankommende Menschen müssen registriert und versorgt werden. Unser Partner hat zudem in den vergangenen Tagen Notrationen von Sandwiches und Früchten verteilt um die grösste Not zu lindern.

Die aktuelle Situation ist unübersichtlich, wie es weitergeht offen. Die Bedürfnisse werden immer wieder überprüft und neu evaluiert werden müssen. Für die Menschen von Aleppo ist mit der Rückeroberung das Leiden noch nicht zu Ende.

 

Teilen Sie diesen Beitrag

Ersatzinhalte

 
Ersatzinhalt-Startseite-Standard-DE
 
 

Caritas Schweiz
Adligenswilerstrasse 15
Postfach
CH-6002 Luzern

 

PC 60-7000-4
IBAN CH69 0900 0000 6000 7000 4
Spenden können bei den Steuern in Abzug gebracht werden.

 

Spenden­beratung

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir beraten Sie gerne persönlich. 

MEHR