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Aufeinander zugehen

Werden wir hier bleiben (können)? Wenn ja, wie lange? Wie finden wir Anschluss? Diese Fragen beschäftigen viele Menschen auf der Flucht, die in Griechenland gestrandet sind. Die unbekannte neue Heimat – vielleicht nur eine Übergangsstation –, die unsichere Zukunft und die Zurückhaltung von Teilen der lokalen Bevölkerung machen die Integration schwierig. Deshalb schafft Caritas Griechenland immer wieder Begegnungsmöglichkeiten, an denen Geflüchtete und Griechinnen und Griechen aufeinander zugehen können.

Es wurde viel gespielt, gemalt und gelacht am 2. Juni im Stadtzentrum von Athen, wo Menschen auf der Flucht und die lokale Bevölkerung zum «Kinder-Strassenfestival der Kunst und Akzeptanz» zusammenkamen. Über 70 Schulen, Familien, Organisationen und Künstler machten über Kunst und Kreativität darauf aufmerksam, dass wir zusammenstehen müssen für eine solidarische Gesellschaft, an der alle teilhaben können. Nur so können Diskriminierung und Ausschluss bekämpft werden. Das Antirassismus-Festival für Kinder und Schulen wird von einem lokalen Verein und der Stadt Athen organisiert und vom UNHCR, Unicef und IOM unterstützt.

Auch Caritas Griechenland und viele Geflüchtete, die im Sozialzentrum der Caritas Hilfe finden, waren mit dabei. An einem Stand hiessen sie alle willkommen, Familien auf der Flucht konnten so Kontakte knüpfen mit Athenerinnen und Athenern.

Integration über Abfall

Auf der Flucht - Aufeinander zugehenNicht nur schöne Dinge wie die Kunst verbinden und machen es leichter, aufeinander zuzugehen. Am Bati-Strand, einem beliebten Badeort im südlichen Athen, bleibt immer wieder viel Müll wie Plastikverpackungen oder Zigarettenstummel liegen. Um der Umwelt und den Strandnutzerinnen und -nutzern etwas Gutes zu tun, reinigte eine Gruppe Migrantinnen und Migranten Mitte Juni einen Tag lang den Strand – zur freudigen Überraschung der Badenden. Sie sprachen die Geflüchteten an, und so kam es zu einem interessierten Austausch. Die Kinder der lokalen Bevölkerung begannen, den Flüchtlingskindern beim Aufräumen zu helfen.

Auf die Herkunft kommt es eben nicht an: Freunde finden sich überall, wenn man nur versucht, einander zu verstehen.

Text und Bild: Caritas Griechenland, Text überarbeitet von Caritas Schweiz

 

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