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Auf die Schule kommt es an

Wie Caritas Schweiz hochwertige Bildung in Nepal ermöglicht - Mediendienst 11/2017

Für Millionen Kinder weltweit ist Bildung die einzige Möglichkeit, den Armutskreislauf zu durchbrechen. Doch gerade in armen Ländern sind Schulen häufig überfüllt, schlecht ausgestattet und Lehrpersonen unterqualifiziert, was die Bildungsmöglichkeit stark beschränkt. Deshalb setzt Caritas in Nepal auf das Modell der kinderfreundlichen Schule und trägt so zur Armutsbekämpfung im Land bei.

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung – daran erinnert uns der Kinderrechtstag am 20. November. In der Bildung liegt der Schlüssel zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und somit die Aussicht auf ein selbstbestimmtes Leben ohne Armut.

Jedoch gehen weltweit rund 59 Millionen Kinder im Primarschulalter nicht zur Schule. Aber auch diejenigen, die zur Schule gehen, erhalten nicht zwangsläufig eine gute Bildung. Laut dem Bericht «The State of the World's Children 2016» des UN-Kinderhilfswerks Unicef von 2016 verlassen 38 Prozent der Kinder die Primarschule ohne lesen, schreiben oder rechnen zu lernen. Dichtgedrängte, dunkle Klassenzimmer, mangelndes Lehr- und Schreibmaterial sowie schlecht ausgebildete Lehrpersonen wirken sich negativ auf die Unterrichtsqualität aus. Schlechte Qualität des Unterrichts ist wiederum einer der Hauptgründe dafür, dass Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken. 

Caritas Schweiz baut kinderfreundliche Schulen in Nepal

In Folge des Erdbebens 2015 wurden Tausende Schulen in Nepal zerstört. Caritas baut 31 Schulen im ländlichen Sindhupalchok-Bezirk wieder auf und setzt dabei auf das von Unicef entwickelte Modell der «kinderfreundlichen Schule». Schwerpunkte dieses Modells sind die Bereitstellung von kindgerechter Infrastruktur, die Ausbildung von Lehrkräften, die Inklusion von benachteiligten Kindern sowie die Gesundheitsversorgung an Schulen.

Wie sieht eine kinderfreundliche Schule aus?

Caritas Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, Schulen nicht einfach wieder in Stand zu setzen, sondern bessere Schulen zu bauen. Wo einst marode Gebäude mit kleinen, dunklen Räumen standen, findet man jetzt helle und grosse Klassenzimmer mit neuen Schulbänken und Schultafeln vor. Besonders schätzen die Schulkinder, dass die neuen Wände den Lärm abschirmen – schwierig war der Unterricht in den alten Gebäuden, wo man jedes Geräusch der Nebenklasse hörte und sich nicht konzentrieren konnte. Auch fühlen sich die Kinder in den neuen Schulen wohl, weil diese erdbebensicher sind und vor Wind und Kälte schützen.

Ein wichtiges Element der kinderfreundlichen Schule ist es, ein gesundes Umfeld zu schaffen. Daher stattet Caritas in Kooperation mit Helvetas die Schulen mit Toiletten und Wasserversorgung aus und hält Hygienetrainings ab, um die Kinder vor hygienebedingten Krankheiten zu schützen. Mobil beeinträchtigte Kinder profitieren davon, dass die Schulgebäude und Sanitäranlagen behindertengerechten Zugang ermöglichen.

Mehr als nur Infrastruktur

Zwar sind kindergerechte Schulen eine wichtige Voraussetzung, doch die Infrastruktur alleine garantiert noch keine hochwertige Bildung. Um die Qualität des Unterrichts zu steigern, führt Caritas Trainings für Lehrpersonen durch und betreut Familien, deren Kinder die Schule nicht besuchen. Das hat auch der 7-jährigen Premila geholfen, die bei ihrer Grossmutter wohnt und ursprünglich nicht zur Schule ging. Caritas Schweiz hat die Familie zuhause besucht und konnte die Grossmutter überzeugen, Premila in die Schule zu schicken.

Müssen es «kinderfreundliche Schulen» sein?

Die Schulen von Caritas sind von hoher Qualität – das benötigt Zeit und finanzielle Ressourcen. Im Zuge so mancher Privatinitiative wurden nach dem Erdbeben Schulgebäude schnell wiederaufgebaut, jedoch ohne auf die Gebäudesicherheit und auf die Bedürfnisse der Kinder zu achten. Leider sind viele dieser Gebäude bereits wieder baufällig.

Daher ist sich Caritas sicher: Die Investition in kinderfreundliche Schulen zahlt sich aus. Denn die Kinder im armen Sindhupalchok-Bezirk haben eine Schule verdient, in der sie hochwertige Bildung erhalten und damit die Chance auf eine bessere Zukunft. 

 

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