Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Mehr als 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Caritas Schweiz leistet seit 2012 Nothilfe und langfristige Unterstützung in einem Umfang von 18 Millionen Franken in Jordanien, Syrien, im Libanon und im Nordirak.

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Flüchtlingen helfen

Sie haben Zeit, Platz oder Geld und möchten Flüchtlinge unterstützen? Nachfolgend finden Sie dazu einige Hinweise und Informationen. Wir danken Ihnen für ergänzende Informationen, Hinweise und Links auf info@caritas.ch.

Ich habe Zeit

Ein kleiner Teil der Flüchtlinge in der Schweiz wohnt in den Zentren des Bundes und der Kantone, die überwiegende Mehrheit lebt jedoch in den Gemeinden – und führt einen ganz normalen Alltag.

Organisieren Sie regelmässige Treffen, Mittagstische, Spaziergänge, Kindernachmittage mit Flüchtlingen und Leuten aus Ihrer Gemeinde. Kontaktieren Sie die Verantwortlichen in Ihrer Gemeinde und bieten Sie Ihre Unterstützung an.

Für Flüchtlingskinder und Jugendliche, die alleine geflüchtet sind, sucht Caritas Schweiz engagierte Pflegefamilien.

Der Integrationsdienst des Departements Freiburg von Caritas Schweiz betreut im Kanton beispielsweise Flüchtlinge und unterstützt sie bei der Integration. Dabei kann das Departement auf die Hilfe Freiwilliger zählen, die den Flüchtlingen bei der Wohnungssuche, bei der sozialen Integration, bei administrativen Belangen helfen und ihnen Sprachkenntnisse vermitteln. Interessierte Freiwillige können sich hier melden: fribourg@caritas.ch.

Das Caritas Patenschaftsprojekt «mit mir» sucht langfristig Patinnen und Paten für benachteiligte Kinder, darunter sind viele mit Migrationshintergrund: «mit mir».

Auch andere Regionale Caritas-Organisation suchen Freiwillige. Auf vielen Websites gibt es Stellenbörsen oder erkundigen Sie sich einfach per Telefon:

In vielen Pfarreien oder Kirchgemeinden engagieren sich Freiwillige für Flüchtlinge: erkundigen Sie sich direkt an Ihrem Wohnort. In vielen Regionen gibt es Initiativen, in denen sich Freiwillige für Flüchtlinge engagieren:

Caritas vermittelt keine Freiwilligeneinsätze aus der Schweiz in Projekte im Ausland. Viele unserer Partnerorganisationen arbeiten mit Freiwilligen aus den betreffenden Ländern zusammen.


 

Ich habe Platz

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist grundsätzlich die Aufgabe von Bund, Kantonen und Gemeinden. Wenn Sie Flüchtlingen ein Zimmer oder eine Wohnung zur Verfügung stellen möchten, können Sie sich an die zuständigen Behörden in Ihrer Gemeinde oder in Ihrem Kanton wenden. Die Abklärungen benötigen aber einen gewissen Zeitraum.

Caritas Bern und andere Organisationen sind ebenfalls Anlaufstellen:

Ich habe Geld

Es ist sinnvoll, Geld zu spenden, denn die Caritas leistet Flüchtlingen in verschiedenen Ländern notwendige Hilfe: in Syrien, Irak, Jordanien, Libanon, Griechenland und in anderen Ländern. Jede Spende ist willkommen:

Ich habe Kleider, Spielsachen, Decken und anderes

Naturalspenden sind für die Hilfe im Ausland nicht geeignet, der Transport ist sehr teuer und die Logistik aufwändig. Die wirklich nötigen Hilfsgüter werden in der Regel vor Ort eingekauft und verteilt. Geldspenden sind deshalb für eine wirksame Hilfe besser.

Geben Sie Ihre gut erhaltenen alten Kleider jedoch in die Kleidersammlung. Die Kleiderzentrale der Caritas zum Beispiel stattet Flüchtlinge in der Schweiz bei ihrer Ankunft in den Durchgangszentren mit Secondhand-Kleidern aus. Besonders gesucht sind gut erhaltene Babysachen, Winterkleider, Schuhe und Haushaltswäsche. Je nach Region nehmen auch die Regionalen Caritas-Organisationen gerne Spielzeug, Haushaltsartikel, Velos und Möbel entgegen. Bitte fragen Sie vorab bei der entsprechenden Organisation an.

Ich habe Cumulus-Punkte

Spenden Sie Ihre Cumulus-Punkte Flüchtlingen in der Schweiz. Das Projekt «Solikarte» unterstützt mit  Cumulus-Bons Flüchtlinge in der Schweiz, vor allem Nothilfebezüger und Sans-Papiers. Die Cumulus-Bons werden an verschiedene Projekte und Organisationen verteilt. Diese geben die Bons entweder direkt an die Personen oder indirekt via verschiedenen Angeboten wie Mittagstische oder Deutschkurse weiter:

Und das Wichtigste

Flüchtlinge sind Menschen. Sie suchen bei uns Schutz und eine Perspektive. Setzen Sie sich in Ihrer Gemeinde oder in Ihrem Quartier konkret dafür ein, dass sich Flüchtlinge willkommen fühlen. Suchen Sie den Kontakt zu den Menschen. Wagen Sie Zivilcourage. Bieten Sie fremdenfeindlichen Äusserungen die Stirn.

Aktionen vor Ort?

Wir erhalten hin und wieder Anfragen, wie private Hilfslieferungen vor Ort mit selbst gesammelten Hilfsgütern und auf Basis von Freiwilligenarbeit am besten durchgeführt werden können. Solche Initiativen sind mit einem grossen persönlichen Engagement verbunden, was wir grundsätzlich anerkennen. Leider ist es uns nicht möglich, Hilfstransporte oder Freiwilligeneinsätze auf privater Basis organisatorisch oder finanziell zu unterstützen. In der Nothilfe arbeitet Caritas mit lokal verankerten, von den Regierungen anerkannten Partnerorganisationen zusammen. Diese setzen Freiwillige aus der eigenen Region ein. Mit Einkäufen von Hilfsgütern vor Ort können wir zudem die grösste Wirkung zugunsten von Flüchtlingen erzielen.

Beitrag «Kassensturz», 8. September 2015