Immer mehr Menschen fliehen vor den Kämpfen in Syrien und sind auf Hilfe angewiesen. Caritas Schweiz leistet Überlebenshilfe für syrische Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien, in Syrien und in der Türkei mit einem Beitrag von über 5 Millionen Franken.
24.04.2012 - Vor vier Jahren, am 2. und 3. Mai 2008, forderte der Wirbelsturm Nargis in Myanmar (ehemals Burma) 134 000 Todesopfer und zerstörte grosse Gebiete des Irrawady-Deltas. Rund 2,4 Millionen Menschen wurden von dieser Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen. Schulen, Spitäler, Privathäuser, Strassen, Wasserversorgung – fast die gesamte Infrastruktur wurde beschädigt. Auch die für die Region wichtige Landwirtschaft wurde zu grossen Teilen in Mitleidenschaft gezogen.
Kinder in einer der aufgebauten Schulen (Bild: Sara Bukies)
Caritas Schweiz war schnell sowohl in der Nothilfe wie auch im Wiederaufbau tätig. Dies war dank der Zusammenarbeit mit mehreren Partnerorganisationen in Myanmar möglich, die den Zugang zum Katastrophengebiet für einheimisches und internationales Personal gewährleisteten.
Das Wiederaufbauprojekt der Schulhäuser ist seit Anfang des Jahres abgeschlossen. Alexander Angermeier, Projektverantwortlicher in der Abteilung Katastrophenhilfe der Caritas Schweiz, gibt Auskunft:
Was hat die Caritas nach dem Zyklon bis heute in Myanmar gemacht? Unmittelbar nach der Katastrophe waren wir mit Nothilfe beschäftigt. Dabei haben wir Essen, Wassser und die notwendigsten Utensilien zum Überleben, wie z.B. Plastikplanen und Kochtöpfe, verteilt. In einem zweiten Schritt haben wir Unterstützung beim Wiederaufbau geleistet. Wir halfen Bauern, ihre versalzenen Reisfelder wieder im Betrieb zu nehmen, und wir bauten Schulen und Gesundheitszentren wieder auf. Die Schulen sind auch als Zufluchtsorte konzipiert und können grosse Stürme und Überflutungen standhalten. Aktuell sind wir damit beschäftigt, die ehemaligen Betroffenen dabei zu unterstützen, ihre Lebensgrundlagen wieder herzustellen, damit die Ernährungssicherung gewährleistet ist.
Was passiert in Zukunft mit den Schulhäusern, wer kümmert sich nach Abschluss des Projektes darum? Die Schulen sollten theoretisch von den verantwortlichen Behörden in Stand gehalten werden. Nur haben diese kein Geld dafür. So müssen es die Dorfgemeinschaften, in denen die Schulen jeweils stehen, selber machen. Wir helfen ihnen dabei, den Unterhalt zu erwirtschaften und so die Finanzierung dafür zu bekommen.
Wie hat sich Myanmar seit dem Anfang der Projektarbeit 2008 verändert? Myanmar hat sich vor allem im letzten Jahr geändert. Die Veränderungen sind hauptsächlich politisch. Die Menschen sprechen freier und haben keine Angst mehr von Spitzeln abgehört zu werden. Sie sind daher um einiges lebendiger, ja lebhafter geworden.
Was nimmst du aus deiner Arbeit in Myanmar für dich persönlich mit? Es war schön, in einem Land zu arbeiten, wo man als Gast willkommen war. Damit meine ich, dass wenn man nach Myanmar reist, nicht als Fremder oder Massentourist gesehen wird, sondern wirklich als Gast, den man gerne aufnimmt und willkommen heissen will.