Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Hilfe für Flüchtlinge in Syrien

Immer mehr Menschen fliehen vor den Kämpfen in Syrien und sind auf Hilfe angewiesen. Caritas Schweiz leistet Überlebenshilfe für syrische Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien, in Syrien und in der Türkei mit einem Beitrag von über 5 Millionen Franken.

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Umfangreiche Nothilfe in der Sahelzone

17.07.2012 - Trotz des Regens in einigen Gebieten der Sahelzone, sind die Auswirkungen der grossen Dürrekrise weiterhin spürbar. Besonders Mali, Tschad, Niger, Burkina Faso und Mauretanien sind betroffen. Caritas Schweiz engagiert sich mit insgesamt 4,1 Millionen Franken in der Nothilfe. 

Bild: Ryan Worms/Caritas June 2012

Das Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) rechnet mit bis zu 16 Millionen Menschen, die von der Dürrekrise in Westafrika betroffen sind. Die akute Ernährungs- und Versorgungskrise ist vor allem in den Ländern Mali, Tschad, Niger, Burkina Faso und Mauretanien auf fehlende Niederschläge, lange Trockenperioden, Ernteausfälle und hohe Nahrungsmittelpreise zurückzuführen. Aktuell warnt OCHA vor Heuschreckenschwärmen, die sich in bestimmten Teilen der Sahelzone gebildet haben.

Zusätzlich müssen manche Länder mit den zahlreichen Rückkehrern aus den Krisenstaaten Elfenbeinküste und Libyen zurechtkommen und in Mali wurden durch die kriegerischen Handlungen zwischen der Tuareg und dem Militär mehr als 155 000 Menschen intern vertrieben. Über 200 000 suchten Zuflucht in den Nachbarstaaten. Auch den Flüchtlingen muss mit Notunterkünften, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten geholfen werden.

Caritas Schweiz realisiert zurzeit sechs Nothilfe-Projekte in der Sahelzone Westafrikas, und zwar in Mali, Tschad und Niger. Das finanzielle Volumen der Projekte beträgt 4,1 Millionen Franken.

Im Vordergrund steht einerseits die Nothilfe zugunsten von besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kindern, alten Menschen oder Vertriebenen und Flüchtlingen. Andererseits soll Kleinbauern-Familien über die ärgste Not hinweg geholfen und gleichzeitig die Rehabilitation in der Landwirtschaft sicher gestellt werden. Nur so können wir verhindern, dass sich die Versorgungslücken weiter zuspitzen. Zugleich werden keine falschen Abhängigkeiten geschaffen – die Hilfe soll auch in Situationen humanitärer Krisen wo immer möglich Hilfe zur Selbsthilfe bleiben.

Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass wir die Bauern – etwa durch die Abgabe von Saatgut und Werkzeugen – für die Zeit der kommenden Aussaat unterstützen. Zugleich bemühen wir uns um die Verbesserung landwirtschaftlicher Infrastrukturen wie etwa die Einrichtung von Getreidespeichern oder den Bau von Kleindämmen und Rückhaltesperren. So kann die Lagerhaltung von Grundnahrungsmitteln verbessert werden, und es werden Massnahmen zur Bewässerung der Felder bei gleichzeitigem Schutz der Böden gegen die Erosion umgesetzt. Die Begünstigten führen diese Arbeiten gegen Entschädigung durch Grundnahrungsmittel durch. Auf diese Weise lindert Caritas nicht nur die Folgen der Dürre, sondern leistet auch einen vorbeugenden Beitrag.

Finanziert wird die Hilfe durch eigene Spenden, durch Beiträge der Glückskette, durch die Humanitäre Hilfe des Bundes sowie durch Spendenbeiträge des internationalen Caritas-Netzes.


 

Film über die Dürre in Niger und die Arbeit der Caritas.

Fotos aus der Sahelzone

Bilder: Carole Schaber und Franziska Koller, Caritas Schweiz