Immer mehr Menschen fliehen vor den Kämpfen in Syrien und sind auf Hilfe angewiesen. Caritas Schweiz leistet Überlebenshilfe für syrische Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien, in Syrien und in der Türkei mit einem Beitrag von über 5 Millionen Franken.
04.09.2012 - Caritas Schweiz startet im September 2012 in den Regionen Luzern, Zug und Zürich ein Pilotprojekt zur fairen Vermittlung von Betreuerinnen aus Osteuropa. Sie schafft damit Sicherheit und Qualität für ältere Menschen in der 24-Stunden-Betreuung zuhause. Die Betreuerinnen sind bei Caritas Schweiz zu korrekten Bedingungen angestellt.
Betagte Menschen in der Schweiz möchten so lange wie möglich zuhause leben, auch wenn sie auf Hilfe angewiesen sind. Die Angehörigen sind mit der Betreuung oft überlastet. In Osteuropa leben viele Menschen mit sehr geringem Einkommen. Sie können im Westen mehr Geld verdienen und ihren Familien eine bessere Zukunft sichern. Allerdings lassen sie sich meist illegal vermitteln und werden dabei ausgenutzt.
Mit einer gerechten Vermittlung von Betreuerinnen schafft Caritas für betagte Menschen Sicherheit und Qualität in der 24-Stunden-Betreuung. Die Angehörigen sind entlastet und die Betreuerinnen werden durch die gerechte Vermittlung und korrekte Arbeitsbedingungen geschützt. Sie erhalten über die Caritas-Einsatzleiterin Beratung und können sich regelmässig mit anderen Betreuerinnen treffen.
Wie geht Caritas vor? Die Caritas-Partnerorganisation vor Ort, eine Spitexorganisation in Osteuropa, wählt die Betreuerinnen aus und bereitet sie vor. Sie kennt alle Interessierten, weil diese in der Organisation bereits tätig sind. Nach dem Einsatz in der Schweiz kehren die Betreuerinnen in die alte Anstellung zurück. Den Lebensmittelpunkt behalten sie in ihrem eigenen Land. Die Caritas-Einsatzleitung in der Schweiz klärt die Bedürfnisse der betagten Menschen zu Hause ab, macht einen Betreuungsvertrag, führt die Betreuerinnen ein und interveniert bei Problemen. Das Angebot beinhaltet ausschliesslich die Betreuung: Haushaltsarbeiten, Da-Sein, Sicherheit schaffen sowie einfache pflegerische Handreichungen. Für eine Fachpflege braucht es die Spitex. Die Betreuerinnen sind bei Caritas Schweiz angestellt. Die Betreuung wird regelmässig durch eine externe Qualitäts-Kontrolle überprüft.
Wie hoch sind die Kosten? Die legale und gerechte Vermittlung von Betreuerinnen aus Osteuropa kostet 5500 Franken pro Monat. Hinzu kommen Kost und Logis im Haushalt der betreuten Person. Drei Viertel dieser Summe sind Lohnkosten (inklusive Sozialversicherungen, Krankenkasse usw.), ein Viertel sind Kosten für die Vorbereitung im Herkunftsland und für die Einsatzleitung in der Schweiz.